Feuchte Raumluft verschlimmert Asthma von Kindern

Luftfeuchte  /  14. September 2017

Im Zuge der weltweiten Erhebung „International Study of Asthma and Allergies in Childhood“ (ISAAC) wurde der Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma bestätigt. So steht es im Artikel „Nasse Wände, kranke Kinder“ vom Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie an der Universität Ulm.
Die Ergebnisse der Wissenschaftler rund um Dr. Gudrun Weinmayr vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie sind in der Fachzeitschrift „Clinical and Experimental Allergy“ erschienen. Für die zweite Studienphase wurden über 46 000 Eltern von acht- bis zwölfjährigen Kindern in 20 Ländern befragt. Die Studiengruppe überprüfte zum Beispiel den Gesundheitszustand des Kindes beziehungsweise ob an Wänden und Decken der Wohnung Feuchtigkeitsflecken oder Schimmel sichtbar waren. Außerdem wurden die sonstigen Wohnumstände, der Lebensstil sowie allergische Erkrankungen der Eltern abgefragt, heißt es im Artikel weiter. Bei über 26 000 Kindern wurden außerdem Allergietests gemacht und Staubproben aus mehr als 1.100 Wohnzimmern auf Hausstaubmilben untersucht.
Das Ergebnis war eindeutig und zeigte einen klaren Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma, Schnupfen und Neurodermitis, so Gudrun Weinmayr von der Uni Ulm. Feuchtigkeit und Schimmel sind also noch mehr als Hausstaubmilben Auslöser von asthmatischen Erkrankungen. Das Asthma von erkrankten Kindern wird unter zu feuchten Wohnbedingungen außerdem schlimmer. Die internationale Erhebung zu Asthma und Allergien ist bereits vor mehr als 20 Jahren gestartet. Insgesamt haben an den drei Phasen mehr als eine Million Kinder und Jugendliche teilgenommen.
Der Artikel ist unter folgendem Link nachzulesen: Neues aus der Forschung

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